Hallo Reader
was hast Du aus Deinem Sandbild genommen und wie hat es sich angefühlt? Hast Du beim Herausnehmen direkt etwas wahrgenommen - Erleichterung, Aufregung oder auch Irritation, Verunsicherung? Hast Du vielleicht bereits eine Veränderung in Deinem Leben oder Deiner Wahrnehmung Deines Lebens oder Deiner Umwelt entdeckt? Veränderung kann sich unterschiedlich anfühlen je nachdem wie reif die Zeit dafür ist oder welche tiefen, verfestigten Muster in uns angesprochen werden. Vieles entwickelt sich erst über die Zeit, aber Du hast jetzt den Impuls für eine neue Entwicklung in Deinem Leben gesetzt. Es wird nun Teil Deiner Aufgabe den Samen des Neuen aufgehen zu lassen.
Hast Du bereits damit experimentiert etwas aus dem Sandbild herauszunehmen und wieder hineinzulegen? Wenn nein, dann probiere es aus, gerne auch mit einer Sache, von der Du meinst sie definitiv nicht aus dem Sandbild entfernen zu wollen. Du kannst sie ja jederzeit zurücklegen. Nimm dabei wahr, ob, wie stark und wo Du in Dir einen Widerstand spürst - sei es beim Entnehmen oder beim Zurücklegen ins Sandbild. Laß Dich überraschen, ob das, was Du damit erlebst Deiner Annahme entspricht oder ob es sich anders anfühlt.
Nachdem Du all das, was Du zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr in Deinem Leben haben willst, aus dem Sandbild entfernt hast, tritt einen Schritt zurück und betrachte wie sich Dein Sandbild in seiner Gesammtheit darstellt. Es ist leerer geworden, Raum für Dich und für Neues ist entstanden. Vermeide den Impuls es gleich wieder mit Neuem füllen zu wollen. Ein Impuls, mit dem wir gerade mit ADHS schnell zu kämpfen haben: Es ist ausgemistet, das Dopamin ist eingesammelt. Let's go! Laß uns den Platz mit neuen Dopaminquellen füllen. Yeah!
Statt dessen richte Deinen Blick auf das, was Du im Sandbild belassen hast, auf das, was gerade in Deinem Leben einen Platz hat. Wie verteilen sich diese Themen, Aufgaben, Verhaltensweisen, in Deinem Sandbild? Sind die Sachen im Sandbild am richtigen Fleck? Nimm Dir jetzt Zeit und ordne den Inhalt Deines Sandbildes so, daß es stimmig aussieht und sich für Dich stimmig anfühlt. Was willst Du näher bei Dir haben, was mehr am Rand? Wem willst Du mehr Aufmerksamkeit widmen, was kann vielleicht sogar langsam aus Deinem Umkreis hinaus wandern? Welche Themen haben Verbindungen zueinander, so daß Du sie zusammengruppieren kannst? Bewege die einzelnen Teile so lange in Deinem Sandbild bis es für Dich stimmt. Es gibt dabei kein richtig oder falsch. Das Ergebnis kann harmonisch, gleichmäßig, spannungsgeladen, rechts- oder linkslastig sein. Es soll auf Deine ganz persönliche Art stimmig sein.
Es kann passieren, daß Du am Ende das Gefühl hast, da ist eine Lücke entstanden oder da fehlt jetzt was. Das ist okay! Jetzt ist noch nicht der Zeitpunkt eine Lücke mit etwas Neuem zu füllen. Belaß sie vorerst. Komme die nächste Tage immer wieder zu Deinem Sandbild zurück und schau, ob die Anordnung im Sandbild weiterhin stimmig ist oder ob Du weiter umsortieren willst. Nimm Dir auch die Zeit das Sandbild bewußt auf Dich wirken zu lassen und nimm dabei wahr, was in Dir bzw. mit Dir passiert.